In 8 Schritten
zum passenden Reporting Tool
Guideline f√ľr Entwickler

In 8 Schritten zum passenden Reporting Tool

Januar 2021 | List & Label

Welches Reporting Tool f√ľr Sie das richtige ist, h√§ngt stark von Ihren Anforderungen ab. Im ersten Schritt sollten Sie √ľberlegen, ob Sie √ľberhaupt eine kostenpflichtige L√∂sung ben√∂tigen. Oder ob Sie die Funktionalit√§t nicht einfach selber entwickeln k√∂nnen. Je nach Anforderung kann das nat√ľrlich die g√ľnstigere und flexiblere L√∂sung sein. Bedenken Sie aber: Bei zuk√ľnftigen Erweiterungen, neuen Technologien und allen Supportanfragen m√ľssen Sie dann selbst zur Tastatur greifen. In den meisten F√§llen lohnt sich der Blick auf eine kommerzielle Komponentenbibliothek. Mit unserer Guideline f√ľr Entwickler klappt es mit der Suche nach dem passenden Werkzeug.

Integriert oder out-of-the-box?

Falls Sie entschieden haben, dass ein Reporting Tool f√ľr Sie die bessere Variante ist, sollten Sie √ľberlegen, ob Sie eine Reporting Komponente integrieren wollen oder eine out-of-the-box L√∂sung bevorzugen. Die Reporting Komponente als integrierte Variante wird direkt in den Source Code Ihrer Anwendung eingebettet. Meistens gelingt das mit ein paar Zeilen Code. Diese Variante bietet Ihnen am meisten Flexibilit√§t, sodass Sie Ihren Kunden Berichte, Rechnungen, Listen oder Etiketten nach Ma√ü liefern k√∂nnen.

Wenn Sie eine Reporting L√∂sung suchen, die sofort einsatzbereit ist und bei der Sie keine √Ąnderungen an Ihrer Applikation vornehmen m√ľssen, dann ist ein serverbasiertes Reporting Tool das Mittel der Wahl. Hier gibt es von der umfangreichen BI Suite bis hin zu Open Source L√∂sungen f√ľr das schmale Budget alles, was das Entwickler-Herz begehrt. Der Vorteil bei dieser Variante ist, dass sie plattformunabh√§ngig funktioniert, einfach zu skalieren ist und Sie Berichte automatisch generieren k√∂nnen.

In welche IDE soll das Reporting Tool integriert werden?

Falls Sie die Reporting Komponente in Ihre Anwendung integrieren wollen, muss diese nat√ľrlich Ihre Programmiersprache und IDE unterst√ľtzen. So viel Vorweg: Sofern Sie ein .NET-Entwickler sind, haben Sie die Qual der Wahl. Die meisten Komponenten sind auf das Microsoft Framework spezialisiert. F√ľr einen Delphi-, Java- oder C++-Entwickler stehen deutlich weniger Optionen zur Verf√ľgung. Von Vorteil sind Tools, die verschiedene IDEs und Sprachen unterst√ľtzen. So k√∂nnen Sie bei einer Umstellung auf eine andere Sprache die Berichtsvorlagen weiterverwenden ‚Äď vorausgesetzt Sie verwenden die gleiche Datenstruktur.

Reporting Komponente integrieren

Welche Datenquellen sollen angebunden werden?

M√∂chten Sie das Reporting Tool an SQL basierte Datenquellen wie MS SQL Server, MySQL oder Oracle anbinden? Oder spielen auch dateibasierte Datenquellen wie JSON, XML oder Excel eine Rolle? Das passende Reporting Tool sollte f√ľr jede Datenbank, auf die Sie zugreifen m√∂chten, die entsprechenden Datenprovider bereithalten. Sonst bleibt am Ende nur das, was Sie am Anfang vermeiden wollten: der Griff zur Tastatur.

Denken Sie auch an die administrativen Rechte, die es zu ber√ľcksichtigen gilt. Sollen jedem Anwender alle Daten in der Applikation zur Verf√ľgung stehen? Oder sollte das bei jedem Anwender vorkonfigurierbar sein? Der Report Designer in List & Label beispielsweise setzt auf die vom Programm √ľbergebenen Daten auf. Das bedeutet, die Selektion und Zusammenstellung der Daten liegt voll und ganz in Ihren H√§nden und Sie k√∂nnen bestehende Rechtekonzepte auch im Reporting abbilden.

Welche Designmöglichkeiten möchten Sie Ihren Kunden einräumen?

Berichte werden im Reporting Tool mit dem Report Designer erstellt. Einige Anbieter erm√∂glichen es Ihnen sogar, den Designer an Ihre Kunden weiterzugeben ‚Äď in einigen F√§llen sogar kostenlos. W√§gen Sie daher ab, ob Sie Ihren Kunden f√ľr kleine und gro√üe Anpassungen den Designer zur Verf√ľgung stellen wollen oder ob Sie lieber auf Dienstleistungen setzen m√∂chten. Wenn Sie den Designer an Ihre Kunden weitergeben m√∂chten, dann fragen Sie sich:

  • Welche Funktionen sollen im Designer bereitstehen? Wollen Sie Ihren Anwendern einen vereinfachten oder vollwertigen Designer zur Verf√ľgung stellen?
  • Wollen Sie verschiedene Sprachen anbieten? Wie sieht es mit bestimmten Barcodes oder Filterm√∂glichkeiten aus?
  • Wie viele Vorlagen brauchen Ihre Kunden, um die zur Verf√ľgung stehenden M√∂glichkeiten bestm√∂glich ausnutzen zu k√∂nnen?

Wie sollen die Daten visualisiert werden?

Kommen wir zum optischen und damit zum wichtigsten Aspekt eines Reporting Tools, denn die Visualisierung der Daten bestimmt √ľber die √Ąsthetik und die Aussagekraft Ihrer Berichte. Vergleichen Sie, welche Visualisierungsformen die Reporting Tools standardm√§√üig mitliefern und erstellen Sie eine Liste mit den „Must Have“- und den „Nice to Have“-Formaten. Zur Orientierung: Ein umfangreiches Reporting Tool sollte Ihnen folgende M√∂glichkeiten bieten:

 

  • Diagramme (darunter auch Gantt, Treemap, Messinstrumente, …)
  • Tabellen/Kreuztabellen/Verschachtelte Tabellen
  • Interaktive Funktionen wie Drilldown, ausklappbare Bereiche und Sortieren
  • Landkarten/Shapefiles
  • Side by Side Berichte
  • Lizenzfreie Barcode Formate
  • Zahlreiche unterst√ľtzte Bildformate
  • Unterst√ľtzung f√ľr PDF-Inhalte
  • Formularfunktionen
Möglichkeiten zur Datenvisualisierung

Die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen. Wenn Sie einen umfassenden Überblick haben möchten, dann werfen Sie einen Blick auf unseren Reporting Tool Vergleich.

    Wo liegt der Fokus Ihrer Anwendungen?

    Ben√∂tigen Sie einen klassischen Druck, vielf√§ltige Exportm√∂glichkeiten oder sind Pr√§sentation und Verteilung die wichtigsten Kriterien f√ľr Ihre Auswahl? In der Regel deckt ein Reporting Tool alle drei Bereiche ab. Vergleichen Sie aber die Auswahl der Exportformate zwischen den Anbietern, denn auch hier gibt es Unterschiede. Sonst tappen Sie am Ende noch in die Konvertierungsfalle. √úbrigens, denken Sie auch an das Deployment Ihrer Anwendung. Ein Reporting Tool mit xcopy-Deployment oder einem Redistributionsassistenten macht es Ihnen einfacher, Ihre Anwendung zu verteilen.

    Exportmöglichkeiten

    Welches Supportangebot bietet der Hersteller?

    Versetzen Sie sich in die folgende Situation: Sie haben die Reporting Komponente in Ihre Anwendung integriert und pl√∂tzlich erscheint ein Fehler, f√ľr den Sie keine L√∂sung finden. Hier ist guter und schneller Rat teuer. Und wer k√∂nnte Ihnen besser helfen, als die Personen, die das Reporting Tool entwickelt haben? Achten Sie also darauf, ob der Hersteller Ihnen einen gut erreichbaren Inhouse-Support anbietet. Au√üerdem haben erfolgreiche und etablierte Hersteller sich √ľber die Jahre eine Community aufgebaut. Das combit Reporting Forum ist ein gutes Beispiel. Dort besteht die M√∂glichkeit, sich mit dem Support und anderen Entwicklern zu vernetzen, um von der Erfahrung der Community zu profitieren.

    Wie steht es um das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Lizenzbedingungen und versteckte Kosten?

    Mitunter kann es schwierig sein, die tats√§chlichen Kosten im Vorfeld zu ermitteln. Es k√∂nnen Zusatzkosten durch die Weitergabe des Designers an Kunden, durch neue Module, Support und Wartung entstehen. Leider sind die Lizenzmodelle und Preise der verschiedenen Hersteller oft nur schwer vergleichbar. Gehen Sie auf Nummer sicher. Skizzieren Sie Ihr individuelles Szenario und lassen Sie sich genau daf√ľr ein Angebot zusammenstellen. So testen Sie auch gleich die Schnelligkeit und Flexibilit√§t des jeweiligen Anbieters. Fragen Sie gezielt nach m√∂glichen Folgekosten und w√§gen Sie die Kosten gegen√ľber dem Nutzen ab. Bei allen L√∂sungen gilt nat√ľrlich: Je mehr Funktionalit√§ten Sie nutzen k√∂nnen, desto schneller macht sich die Reporting L√∂sung bezahlt. Pr√ľfen Sie also ganz genau, welche Optionen Sie zus√§tzlich nutzen k√∂nnen, um beispielsweise andere kostenpflichtige L√∂sungen zu ersetzen ‚Äď wie beispielsweise einen PDF Generator oder eine Barcode L√∂sung.

    Fazit!

    Sicher konnten wir nicht alle Ihre Fragen an dieser Stelle beantworten. Das w√ľrde den Rahmen dieses Formats sprengen. Doch sollten Sie zum Einstieg eine gute Orientierung und Vorstellung erhalten haben, um mit der Suche nach der passenden Reporting L√∂sung zu beginnen. Sie k√∂nnen mit Ihrer Suche gleich hier starten: In unserem Reporting Tool Vergleich k√∂nnen Sie verschiedene Entwicklerkomponenten miteinander vergleichen.